Dobok mit schwarzem Revers, Ty

Der Anzug (Dobok) besteht aus leichtem, weißgebleichtem Stoff, der sich aus drei Teilen zusammensetzt:

  • Oberteil (Sang-I), traditionell als Jacke oder wettkampforientiert mit geschlossener Vorderseite
  • Hose (Hang-I)
  • Gürtel (Ty), in der Farbe des erreichten Kup-Grades

Er ist strapazierfähig, lässt alle Bewegungen zu und widersteht leichtem bis mittlerem Reißen. Zur Grundbekleidung kommen gegebenenfalls noch Schutzausrüstungen für den Wettkampf hinzu.

Im Taekwondo hat der weiße Dobok sowie der weiße Gürtel symbolischen Charakter. Die Farbe Weiß ist rein und kann noch leicht alle anderen Farben annehmen. Sie ist wie ein noch unbeschriebenes Blatt, völlig leer. Ein Schüler im weißen Dobok ist vergleichbar mit einem noch leeren Glas, in das langsam neues Wissen der Meister eingegossen wird. Der Schüler sollte dieses Wissen und Können „aufsaugen“, verarbeiten, um es dann erfolgreich in die Tat umzusetzen.

Das Tragen des Doboks soll die Schüler zu einer Einheit werden lassen, deshalb sollten Abweichungen von der Kleidungsordnung nur nach Absprache mit dem Trainer erfolgen.

Info:Für Probetrainings muss kein Dobok angeschafft werden, auch ein (strapazierfähiger) Trainingsanzug ist zulässig.

Generell gilt:

  • Das Oberteil soll das Gesäß bedecken, seine Ärmel reichen mindestens über den halben Unterarm, höchstens bis zu den Handgelenken.
  • Schwarzer Rand und schwarzes Revers sind nur für Danträger zulässig.
  • Die Hose ist so gearbeitet, dass ein seitlicher Spagat möglich ist. Sie reicht mindestens bis zur halben Wade.
  • An Jacke und/oder Hose können Verbandsabzeichen und Aufdrucke angebracht werden, was durch die Bekleidungsordnungen der jeweiligen Verbände und Schulen geregelt wird.
  • Jegliche Form von Schmuck (Ringe, Hals-/Fußkettchen, Armbänder, Uhren und große Ohrringe) muss wegen der Verletzungsgefahr vor dem Training abgelegt werden.
  • Unabgedeckte Piercings müssen abgeklebt werden.
  • Die Füße bleiben unbekleidet. (Ausnahmen in Absprache mit dem Lehrer, z.B. bei Erkrankungen oder Verletzungen)

Gürtelfarben und Bedeutungen

Zu Beginn des modernen Taekwondo gab es nur vier Gürtelfarben: weiß, blau, rot und schwarz, die Farben der Koreanischen Flagge. Diese wurden mittlerweile durch gelb und grün ergänzt.

Das moderne Graduierungssystem dient vor allem dazu, den Trainings- und Wissensstand zu repräsentieren. Die Aufstellung beim Taekwondo-Training wird aus praktischen Gründen im Block nach Gürtelfarben geordnet vorgenommen: rechts vorne steht der höchstgraduierte, links hinten der niedrigste Grad.

Die Gürtelgrade unterteilen sich in:

  • Schülergrade (10. – 1. Kup, Zählung abwärts)
  • Meistergrade (Dan oder bei unter 15-jährigen Poom, Zählung aufwärts).
Bezeichnung Gürtelfarbe Bedeutung
10. Kup weiß (Neueinsteiger) Der weiße Gürtel symbolisiert Reinheit. Er wird von Anfängern getragen, die dem Taekwondo offen und wissbegierig gegenüberstehen.
9. Kup weiß-gelb Übergang
8. Kup gelb Der gelbe Gürtel steht für den fruchtbaren Erdboden, auf dem Wissen und Können gedeihen sollen.
7. Kup gelb-grün Übergang
6. Kup grün Der grüne Gürtel symbolisiert die ersten Sprösslinge und aufgehende Saat, Zeichen dafür, dass sich die Trainingsanstrengungen gelohnt haben und etwas im Schüler heranreift.
5. Kup grün-blau Übergang
4. Kup blau Der blaue Gürtel steht für den Himmel und somit sinnbildlich für eine Grenze. Der Schüler muss nun zeigen, dass er in der Lage ist, Höheres anzustreben und auch zu erreichen. Ab dem 4. Kup gilt der Schüler als fortgeschritten.
3. Kup blau-rot Übergang
2. Kup rot Der rote Gürtel repräsentiert die Sonne, von der schon eine große Kraft ausgeht, dient dem Schüler aber auch als Signal. Er steht nun kurz davor, Meister zu werden, und wird angehalten, sich noch intensiver und ausdauernder mit dem Taekwondo zu beschäftigen.
1. Kup rot-schwarz Übergang
1. bis 9. Dan schwarz (bei Kindern: 1. bis 4. Poom, rot-schwarz längsgestreift) Schwarz ist die Farbe der Meister und nur diesen vorbehalten. Schwarz, Symbol für das Weltall, vereinigt alle anderen Farben in sich und ist somit die stärkste aller Farben. Schwarz soll auch die Autorität, das Wissen und die Erfahrung der Meister symbolisieren. Daher dürfen auch nur Dan-Träger Doboks mit einem schwarzen Revers tragen, so wie generell alle Verzierungen am Trainingsanzug in Schwarz nur den Meistern zustehen.